Tattoo Tutoring Times
Tattoo Tutoring

Tattoo Tutoring: Imme und Kelu erklären Tattoos

Wir haben den gestandenen Tätowierern Imme und Kelu ein Tattoo der New Generation zur Prüfung vorgelegt.

 

Links: The Sinner and the Saint in Aachen ist eines der namhaftesten Studios der BRD. Hier sticht Imme seit über zehn Jahren Traditionals vom Feinsten. Rechts: Vollblut-Tätowierer- und Künstler Kelu kehrte gerade nach drei Jahren Rom wieder nach Stuttgart zurück. Dort findet ihr den Traditional-Meister im Bold as love.

Links: The Sinner and the Saint in Aachen ist eines der namhaftesten Studios der BRD. Hier sticht Imme seit über zehn Jahren Traditionals vom Feinsten.
Rechts: Vollblut-Tätowierer- und Künstler Kelu kehrte gerade nach drei Jahren Rom wieder nach Stuttgart zurück. Dort findet ihr den Traditional-Meister im Bold as love.

 

 

Sichel

Stahlsichel von Marcel Preuß aus Plauen. Gesichtstätowierungen werden auch als Job-Stopper bezeichnet, da sie angeblich so manche Karriere verbauen.

 

Imme: Ich bin eigentlich kein großer Freund von Gesichtstattoos, aber ich denke, Geschmack spielt hier die kleinere Rolle. Das hier ist tatsächlich sehr schön platziert. Wenn man mal nicht so in Stimmung ist, dass einen jeder anglotzt, dann kann man schön Bart und Haare wachsen lassen und übrig bleiben zwei dezente Tropfen. Sauber tätowiert ist es auch. Die feine Linierung der Tropfen finde ich sehr cool. Allerdings ist das Ganze auch frisch tätowiert und den Final Call würde ich mal frühestens ein Jahr nach dem abheilen geben. Im Gesicht kann’s recht schnell bergab gehen. Aber die Zeichnung ist vollkommen auf lange Haltbarkeit ausgelegt und von daher ist man schonmal im sicheren Bereich, würde ich sagen. Mir fällt gerade auf, wie schön sich die Tropfen ins Gesicht einfügen. Nee, echt: Gefällt mir!

 

Kelu: Ganz gut gestochen eigentlich. Reine Linien und Ausführung. Kein künstlerisches Meisterwerk, aber solide. Etwas überladen im Hintergrund, hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht. Ansonsten ist es ein cooles Tattoo. Aus ethischen Gründen, hätte ich es nicht gestochen. Ich bin mir sicher dieser junge Mann hat auch woanders am Körper noch Platz für ein Tattoo. New Generation, verschiedenen Sichtweise heutzutage. Hoffe, dieses Tattoo wird nicht zum Job-Stopper für ihn.

 

Fotos: Nilz Böhme, Kelu, Marcel Preuß

17. August 2016

 

Tattoo Tutoring

Bildung ist der Schlüssel. Das gilt erst recht für Tattoos. Wer sich damit auskennt, der bekommt auch Qualität. Worauf es technisch und inhaltlich bei einer soliden Tätowierung ankommt, erklären im Tattoo Tutoring etablierte Tätowierer. Von wem die Arbeiten stammen, die wir ihnen vorlegen, verraten wir ihnen vorab nicht.

Bei allen Einschätzungen der Tätowierer kann es sich hier immer nur um eine Meinung und nie um die absolute Wahrheit handeln. Der Tätowierer kann lediglich das ihm aktuell vorliegende Foto beurteilen. Mal zeigen diese Fotos ein verheiltes, mal ein unverheiltes Tattoo. Auch die Umstände unter denen das Tattoo entstanden ist, sind für die Tattoo-Tutoren nicht immer nachvollziehbar. Zudem sind Geschmäcker stets verschieden. Dennoch meinen wir, dass ein Austausch über Tätowierungen stattfinden muss, um neue Einsichten zu erhalten. In diesem Sinne: Take it easy. It’s never nothing personal.