Tattoo von Rafaela, To Die For
Tattoo Artists

Ready To Die For – Das Tätowierer-Paar Rafaela und Carlos // Interview

Seit zehn Jahren meistern Rafaela und Carlos ihren Arbeitsalltag gemeinsam. Die ungleichen Stile der Tätowierer aus Düsseldorf sind dabei mit der Zeit gegangen.

 

Tätowierer Carlos, Studio To Die For, www. tattootimes.de

Carlos ist drastischer Gegenentwurf eines Dark Artists.

Sie lassen sich nicht im Stich, stechen stattdessen zusammen zu. Die Tätowierer Rafaela, 34, und Carlos, 39, haben sich nach zehn Jahren Teamwork ein neues Studio in Düsseldorf eingerichtet. Nach all der Zeit öffentlichen Arbeitens samt Laufkundschaft und beständigem Telefonklingeln im dörflichen Leverkusen-Schlebusch, zieht sich das vegane Paar jetzt zurück in ein privates Studio. Das heißt: Erstkontakt für Kunden ab jetzt nur noch per Mail. Der Zeitpunkt ist günstig, das Geschäftskonzept umzugestalten, sind die Tattoos der beiden derzeit gefragt wie nie.

 

Die Tätowierer aus Düsseldorf sind gefragt wie nie

 

Sollte der Name To Die For anfangs einfach nur gut klingen und war außerdem noch verfügbar, hat er im Laufe der Jahre an Bedeutung gewonnen. Denn heute könnten sich die beiden ein Leben ohne Blutvergießen kaum noch vorstellen. Im Sinne des Tätowiervorgangs natürlich.

Tätowierer Carlos, Studio To Die For, www. tattootimes.de

Carlos tätowiert seit ’98. Der New Schooler wll Action in seinen Arbeiten sehen.

Während Rafaela weitläufige und detaillierte Traditionals mit optischer Tiefe sticht, hat sich Carlos gänzlich der New School verschrieben. Einem Stil, dessen Fundament nicht auf andern Tattoo-Stilen fußt, sondern auch auf Comics. Die grotesken Gesichtsausdrücke seiner animalischen Protagonisten sprechen dabei Bände.

 

Fast 30 Jahre Erfahrung bringt das Duo insgesamt aufs Tablett. Die meiste Zeit davon haben sie gemeinsam tätowiert. Wie es war und ist, ein Jahrzehnt Seite an Seite zu verbringen und welche Entwicklungen sie erlebten, erzählen sie uns im Interview.

 

»Geil ist geil«

 

Hat es Vorteile, als Paar zusammen zu arbeiten?
Rafalea: Der Vorteil ist, man hat auch was vom andern. Manche Paare sehen sich ja gar nicht.

 

Tätowiererin Rafaela, Studio To Die For, www. tattootimes.de

Rafaela nutzt vorhandene Flächen und breitet das Tattoo über den ganzen Oberschenkel aus.

Im Gegenteil dazu, seht ihr euch 24 Stunden am Tag. Wie handelt ihr das?
Carlos: Jeder hat ja so seinen Arbeitsbereich und ich kann mir das gar nicht mehr anders vorstellen. Viele fragen, ob das problematisch ist, mit seinem Partner zusammen zu arbeiten. Aber entspannter kann geht es gar nicht. Bei uns läuft das super. Außerdem brauchen wir nach der Arbeit nicht weiter über die Arbeit zu reden, weil der andere war ja dabei. Dann können wir uns ganz den Freizeitthemen widmen.
Rafalea: Wenn ich mit meinen besten Freunden zusammen arbeiten würde, würde ich mich ja auch freuen. Anders als in vielen anderen Berufen arbeitet man als Tätowierer sowieso immer in sehr freundschaftlichen Verhältnissen und bildet ein echtes Team. Es ist in unserem Beruf auch sehr gut, wenn man Vertraute statt fremde Menschen um sich hat.

Wie unterstütz ihr euch gegenseitig im Alltag?
Carlos: Rafaela ist eher die Buchhalterin, weil ich viel zu unorganisiert für sowas bin. Ich habe mich eher mit dem Shop Guy um die Bestellungen gekümmert.
Rafaela: Das ergibt sich von alleine. Der eine kann das, der andere das. Dann läuft’s.

 

Tätowierer Carlos, Studio To Die For, www. tattootimes.de

Schraffuren, sich kreuzende und krumme Linien. Carlos legt seine Arbeiten skizzenhaft an und schüttet Eimer weise Farbe drüber.

»Es ist gut, wenn man Vertraute statt Fremde um sich hat«

 

Wie ist es für euch, wenn ihr mal nicht zusammen arbeitet? Zum Beispiel wenn ihr Guest Spots in unterschiedlichen Studios habt.
Rafaela: Carlos arbeitet manchmal in Essen bei Greyhound Tattoo und ich bei The Sinner and the Saint in Aachen. So sind wir beide alle zwei Wochen auch in andern Studios. In Essen arbeite ich mit Imme und den Mädels zusammen. Das ist immer ein schöner Girls Day. Aber ich freu mich auch, wenn ich wieder nach Hause komme.
Carlos: Wenn ich für einen Tag in Essen bei den Jungs bin, dann ist das sehr lustig, ein ganz anderes Arbeiten. Ich fange dann aber auch schon recht schnell an, Rafaela zu vermissen. Am meisten merk ich das, wenn ich in unserem Laden bin, sie aber gerade in Aachen arbeitet.

 

Ist es auch so, dass du Carlos eher männliche Kundschaft hast und Rafaela eher weibliche?
Carlos: Im Prinzip schon. Das hat sich aber einfach so ergeben. Mädels werden gern von Mädels tätowiert. Das versteh ich auch, bis zu einem gewissen Maß. Meine Kunden sind jedenfalls zu 80 Prozent Jungs. Mein Kundinnen sind irgendwann zu Rafaela übergelaufen, weil sie auch Tätowierungen macht, die deren Geschmack noch besser treffen.

 

Tätowierer Carlos, Studio To Die For, www. tattootimes.de

Triochromer Vierbeiner auf der Kniescheibe. Tätowiert von Carlos.

»Ich zeichne, was ich tätowieren möchte«

 

Haben sich eure Stile eurer Kundschaft angepasst oder eure Kundschaft euren Stilen?
Rafaela: Meine Zeichnungen richten sich weniger nach meiner Kundschaft, denn man zeichnet ja das, was man tätowieren möchte. Dadurch kommen aber auch die entsprechenden Anfragen von Mädels, weil die sich dann eher angesprochen fühlen. Natürlich bekomme ich von meinen Kundinnen auch einen gewissen Input, aber ich würde nicht sagen, dass ich hauptsächlich das zeichne, was andere von mir erwarten.
Carlos: Ich hatte zwischenzeitlich Probleme, meine Comic-Tattoos an den Mann zu bringen. Alles was in Richtung New School geht, ist schwierig hierzulande. Da ist man in Frankreich oder den USA schon offener. Hier ist der Trend, dass alles tough und super-bold sein muss. Find ich immer lustig, wenn 21-jährige Germanistikstudenten unglaublich hart und satanisch rüberkommen wollen. Meinen Stil habe ich intuitiv und nur leicht verändert, indem ich meine Tattoos insgesamt skizzenähnlicher gestaltet habe, indem ich zum Beispiel die Linien durchziehe, sodass sie sich kreuzen und Flächen nicht ganz ausmale. Das Feedback darauf auf Instagram war riesig, was mir total entgegen kommt. Denn das ist genau das, was ich machen will. Aus mir unerfindlichen Gründen, lässt sich mein jetzt noch abgedrehterer Stil besser an den Mann bringen.

 

»Immer lustig, wenn Germanistikstudenten satanisch rüberkommen wollen«

 

Tätowiererin Rafaela, Studio To Die For, www.tattootimes.de

Rafaelas Stil findet besonders bei Frauen Anklang. Sie tätowiert seit 2006.

Rafaela, deine Tattoos zeigen oft abenteuerlustige Charaktere wie Zauberinnen oder Kriegerinnen. Sind deine Kunden Abenteurer?
Rafaela: Ich werde oft nach solchen Motiven gefragt. Ich male Kriegerinnen gerne, weil man sie schön ausschmücken kann. Ich glaube aber nicht, dass meine Kunden abenteuerlicher als andere Menschen sind. Die haben einfach nur Bock auf solche Tattoos.
Carlos: Ich glaube auch, dass Tattoos weitaus weniger Bedeutung haben, als in sie hineininterpretiert wird. Ich achte zum Beispiel nur darauf, dass das Motiv geil aussieht. Wenn mich jemand fragt, warum der Vogel jetzt ein Segelschiff auf dem Kopf hat, dann sag ich: Weil das eben einfach so gepasst hat.

 

»Sowas werde ich in Interviews eigentlich nie gefragt«

 

Tätowiererin Rafaela, Studio To Die For, www. tattootimes.de

Oft tätowiert Rafaela Motive starker weiblicher Persönlichkeiten.

Eure Tattoo-Stile unterscheiden sich in ihrer Mimik deutlich. Während Rafaelas Motive meist einen gelassenen Geischtsausdruck haben, sind Carlos‘ Geischtsausdrücke sehr action-geladen.
(Rafaela lacht)
Carlos: Witzig, dass das mal jemandem auffällt. Sowas werde ich in Interviews eigentlich nie gefragt. Aber das ist für mich ganz wichtig, denn das hat was mit Zeichnen zu tun. Über das Zeichnen bin ich zum Tätowieren gekommen. Und eine Zeichnung braucht Flow, Dynamik und Action. Wie beim Graffiti, wo die Buchstaben miteinander interagieren müssen, miteinander tanzen oder ficken. Das Bild muss eine kleine Handlung haben, so ergibt sich die Action und jeder sieht, was da gerade passiert. Das hat viel mit Gestaltung zu tun. Ich mag statische Sachen einfach nicht. Meine Tattoos sehen wie ein Screenshot aus einem Comic-Film aus, der gemacht wurde, während die Figur was Verrücktes gemacht hat und dabei ihr Gesicht verzieht. Ich muss dann auch schon beim Zeichnen lachen.
Rafaela: Das passiert bei dir ganz automatisch. Nach den ersten drei Linien, sieht man schon diesen Gesichtsausdruck.

 

 

Tätowiererin Rafaela, Studio To Die For, www.tattootimes.de

Plakativ und super-clean: Prinzessin Lea.

»Das passiert ganz automatisch«

 

Carlos, geht es dir auch darum, dass die Leute deine Arbeiten witzig finden?
Carlos: Ja, absolut. Ich sehe zwar, dass es immer mehr Dark Artists gibt, aber so bin ich einfach nicht. Einer der besten Effekte, die ein Tattoo haben kann, ist, wenn es jemand sieht und dann lacht. Nicht auslacht, aber wenn es den Betrachter unterhält und zum Schmunzeln bringt.
Rafaela: Man bekommt gute Laune, wenn man Carlos‘ Arbeiten anschaut. Und so muss das ja auch sein.
Carlos: Ich finde, es muss zwar auch düstere Stile geben, aber in der Masse in der die zur Zeit auftreten …

Rafaela, welche Reaktionen sollen deine Kunden zeigen, wenn sie ihr fertiges Tattoo sehn?
Rafaela: Sie sollen es schön finden. Eine andere Reaktion erwarte ich gar nicht.

Carlos, die Tattoos, die du postest, sind voller Farben. Stichst du trotzdem auch schwarze Tattoos?
Carlos: Tatsächlich mache ich die sehr gerne, poste ich aber aus rein pragmatischen Gründen nicht auf Instagram. Denn meine schwarzweißen Arbeiten kommen dort einfach nicht so gut an. Und natürlich werde ich danach auch nicht so oft gefragt. Meine Arbeiten funktionieren und leben aber auch besser von und mit Farben. Zur Zeit arbeite ich auch in schwarzschweiß mit nur einer Zusatzfarbe. Davon wird auch noch mehr kommen.

 

Tätowierer Carlos, Studio To Die For, tattootimes.de

Irre Gesichtsausdrücke sind Carlos‘ Trade Mark.

»Ehrlich gesagt dachte ich lange, dass die Idee des Privatshops Quatsch ist«

 

Euer neues Studio in Düsseldorf ist für Laufkundschaft jetzt nicht mehr zugänglich. Der erste Kontakt zu euch wird zukünftig per Mail hergestellt. Wart ihr gestresst vom bisherigen Studio-Alltag mit Laufkundschaft und Telefon?
Rafaela: Für uns ist es besser so zu arbeiten, weil wir sowieso hauptsächlich Stammkundschaft haben, auf die wir uns dann besser konzentrieren können. So können wir auch besser in unserem Stil arbeiten. Wir hatten irgendwann auch einfach nicht mehr die Zeit für Laufkundschaft, die allen möglichen Kleinkram wollen, wenn man soviel Anfragen nach dem eigenem Stil hat.
Carlos: Ehrlich gesagt dachte ich lange, dass die Idee des Privatshops Quatsch ist. Bis ich dann das erste Mal in einem gastgearbeitet habe. Ich war zehn Jahre in einem Streetshop beschäftigt, bei Fineline Tattoo in Düsseldorf. Ich finde, beide Shop-Arten haben ihre Berechtigung. Für uns ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, einen privaten Shop aufzumachen, da es viele Leute gibt, die unsere Sachen wollen. Wenn jemand einen Schriftzug ums Handgelenk möchte, finde ich daran nichts Schlechtes, aber dafür gibt es eben Street Shops. Wir wollen und können uns jetzt besser auf unsere Stile konzentrieren. Wir wollen auch nicht, das Laufkundschaft wegen eines kleinen Tattoos Monate bei uns warten muss.

 

Tätowiererin Rafaela, Studio To Die For, www. tattootimes.de

Rafaela schmückt Motive gerne aus. Diesen Fuchs umsäumt sie mit Waldbeeren.

Die beiden Tätowierer aus Düsseldorf haben ihre Stile immer weiter entwickelt

 

Nächste Woche findet die 1. Kaiserstadt Tattoo Expo in Aachen (hier gehts zum Artikel) statt. Das Line-up gilt als überragend. Ihr selbst werdet auch dort arbeiten. Was denkt ihr im Vorfeld über die Convention?
Rafaela: Ich weiß, die wird super. Die wird super, weil der Andreas die macht. Der ist schon so lange dabei und war auf so vielen Messen. Der weiß, wie man’s macht. Ich freue mich für ihn. Wenn du dieses Line-up siehst, weißt du, dass du eine gute Tätowierung bekommst, egal zu welchem Tätowierer du dort gehst.

 

Carlos: Ich freu mich total. Nach all den Jahren auf denen ich auf Conventions war, fühlt sich diese im Vorfeld mal wieder wie ein Highlight an. Andreas ist ein guter Freund und Kollege von uns und das Line-up ist der Wahnsinn. Viele Sachen hat er clever organisiert. Ich freue mich zum Beispiel, dass ich auch noch nach der Convention-Arbeit nachts noch veganes Essen im Hotel bekomme. Das unterscheidet sich von Conventions auf denen du 1000 Euro Standmiete zahlst und das Catering aus Bockwurst besteht. Ich freue mich auf die Freunde, die ich dort treffe. Und seit langem werd ich auch mal wieder einen Rundgang machen, um mir Alben der Tätowierer anzusehen. Das wird ein entspanntes Wochenende.

 

Tätowierer Carlos, Studio To Die For, tattootimes.de

Hochmut kommt vor dem Frankenstein-Dasein.

»Es ist immer seltsam, die eigenen Arbeiten zu bewerten«

 

Fühlt ihr euch auch ein bisschen geehrt dort zu arbeiten?
Rafaela: Ja.
Carlos: Es ist immer seltsam seine eigenen Arbeiten zu bewerten. Bei Aachen und Brighton denk ich mir dann jedes Mal: Wow, hier tätowieren die ganz krassen Leute – und ich. Ich darf auch. Diese Ehre dort arbeiten zu dürfen, wird mir immer dann klar, wenn ich dort bin und die Arbeiten der Tätowierer vor Ort sehe.

Freut ich euch auf jemanden besonders?
Rafaela: Generell freue mich darauf, Freunde und Bekannte wieder zu sehen, wie Chris Dettmer zum Beispiel. Auch auf die Amis freue ich mich, weil man die nicht so oft live zu sehen bekommt.
Carlos: Am meisten freue ich mich darauf, jemanden zu entdecken, den ich vielleicht noch nicht auf dem Schirm hatte, der aber schweinegeile Sachen sticht. Und ich freue mich auf Leute, die auch nach zig Jahren immer noch geile Sachen machen. Die werden sicher auch dort sein, weil Andreas diese Creme de la Creme der amerikanischen Tätowierwelt kennt und über fundamentales Wissen über das Tätowieren verfügt.

 

Tätowierer Carlos, Studio To Die For, tattootimes.de

Es bedarf keiner Begründung, den Vogel auf dem Kopf des Tigers landen zu lassen. Das passt schon so.

Die grotesken Gesichtsausdrücke der animalischen Protagonisten sprechen Bände

 

 

Bis hierhin habt ihr mir alles erklärt, was ich von euch wissen wollte. Möchtet ihr vielleicht noch was loswerden, was ich euch bis jetzt nicht gefragt habe?
Carlos: Ja. Ich finde es Schade, dass eine Art Separation der Stilrichtungen stattfindet. Manche Tätowierer tragen Scheuklappen und bewerten andere Stilrichtungen negativ. So habe ich das Tätowieren nicht gelernt. Ich habe von damaligem Chef (Ralf Guttermann, Fine Line Tattooing, Düssledorf, Anm. d. Verf.) gelernt: Was geil ist, ist geil. Da muss man auch mal über den eigenen Tellerrand hinweg schauen. Auch an die junge Generation: Es ist schön, wenn ihr superflaches Traditional macht. Aber respektiert auch die anderen Stile und schaut, ob die euch nicht auch gefallen. Am Ende sind wir alle Tätowierer. Farbrealismus gefällt mir auch nicht immer, aber es wäre Quatsch zu sagen, dass Nikko Hurtado ein schlechter Tätowierer ist. Ich stehe auch überhaupt nicht auf Japanisches, bekomme aber Gänsehaut, wenn ich arbeiten von Pino (Pino Cafaro, White Fox Gallery, Braunschweig, Anm. d. Verf.) sehe, weil die einfach so unglaublich geil sind. Das kann ich ja auch anerkennen. Man sollte sich mehr auf den Beruf konzentrieren und weniger auf die einzelnen Nischen.

 

 

 

 

 

 

 

Terminvereinbarung:

To Die For Tattoo
Düsseldorf

-Carlos: carlos2die4@t-online.de
www.instagram.com/carlos_2die4

-Rafaela: rafaela2die4@gmail.com
www.instagram.com/rafaela2die4

 

Fotos und Videos: To Die For

 

02. Oktober 2016